
Drogenabhängigkeit ist eine ernsthafte psychische Erkrankung, die insbesondere in der Jugend- und frühen Erwachsenenphase die psychische Entwicklung gefährdet und professionelle psychologische Unterstützung erfordert.
Drogenabhängigkeit ist eine chronische und wiederkehrende psychische Erkrankung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Person den Substanzkonsum nicht kontrollieren kann und diesen trotz körperlicher, psychischer und sozialer Schäden fortsetzt. Substanzkonsum, der in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter beginnt, kann für Menschen in einer entwicklungspsychologisch sensiblen Phase besonders gravierende Folgen haben.
Die Jugendzeit ist geprägt von Identitätsentwicklung, dem Streben nach Selbstständigkeit, emotionalen Schwankungen und einem starken Bedürfnis nach sozialer Anerkennung. In dieser Phase können junge Menschen zu Drogen greifen, um Stress zu bewältigen, emotionale Leere zu füllen oder sich ihrem sozialen Umfeld anzupassen. Diese kurzfristige Entlastung kann jedoch langfristig die Grundlage für eine psychische Abhängigkeit schaffen.
Drogen beeinflussen direkt das Belohnungs- und Lustsystem des Gehirns und stören die Fähigkeit zur Emotionsregulation. Mit der Zeit verliert der Substanzkonsum seinen Genusscharakter und wird zu einem Mittel, das benötigt wird, um sich normal zu fühlen. Bei jungen Menschen zeigen sich in diesem Prozess häufig:
- Angststörungen
- Depressive Verstimmungen
- Probleme mit der Impulskontrolle
- Wutausbrüche
- Sozialer Rückzug und Isolation
Mit zunehmendem Konsum können schulische oder akademische Leistungen nachlassen, familiäre Beziehungen belastet werden und soziale Kontakte sich verringern. Je mehr der junge Mensch versucht, innere Probleme durch Substanzkonsum zu unterdrücken, desto stärker nimmt die psychische Verletzlichkeit zu.
Drogenabhängigkeit lässt sich nicht allein durch mangelnde Willenskraft erklären. Psychologen betrachten diesen Prozess ganzheitlich unter Einbeziehung der Lebensgeschichte, emotionaler Bedürfnisse, Bewältigungsstrategien und äußerer Einflüsse der betroffenen Person.
Im therapeutischen Prozess hört der Therapeut ohne zu urteilen, zu beschuldigen oder zu stigmatisieren zu. Ziel ist es, die emotionalen Defizite, traumatischen Erfahrungen, Stressfaktoren und erlernten Bewältigungsmechanismen hinter dem Substanzkonsum zu verstehen. Dieser Ansatz fördert Vertrauen und aktive Mitarbeit in der Therapie.
In der Therapie wird gearbeitet an:
- Förderung emotionaler Achtsamkeit
- Entwicklung gesunder Bewältigungsstrategien
- Stress- und Angstbewältigung
- Stärkung von Selbstwert und Selbstbild
- Erkennen auslösender Situationen
In der Arbeit mit Jugendlichen spielt der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung eine zentrale Rolle. Der Therapeut schafft einen sicheren Raum, in dem sich der Jugendliche offen ausdrücken kann. Schule, Freundeskreis und familiäre Beziehungen werden in die therapeutische Betrachtung einbezogen.
Bei Bedarf werden auch Gespräche mit der Familie geführt. Dabei ist die Schweigepflicht ein grundlegendes Prinzip. Persönliche Informationen, die der Jugendliche teilt, werden im Rahmen ethischer Richtlinien geschützt und nur in Situationen weitergegeben, die die Sicherheit des Jugendlichen betreffen. Dieses Vorgehen stärkt die Therapietreue und Offenheit.
Die Familie ist ein wichtiger Bestandteil des Genesungsprozesses junger Menschen. Psychologen unterstützen Familien durch psychoedukative Angebote dabei, verurteilende, kontrollierende oder überfürsorgliche Haltungen durch unterstützende und verständnisvolle Ansätze zu ersetzen.
Die Stärkung der familiären Kommunikation, das Setzen gesunder Grenzen und der Wiederaufbau von Vertrauen sind zentrale Faktoren für einen erfolgreichen Therapieverlauf.
Drogenabhängigkeit ist ein behandelbarer Zustand, insbesondere bei frühzeitiger Intervention. Psychologische Unterstützung zielt nicht nur darauf ab, den Substanzkonsum zu beenden, sondern auch darauf, die Beziehung des Einzelnen zum Leben neu zu gestalten.
Eine professionell begleitete Therapie stärkt die emotionale Widerstandskraft, fördert gesunde Entscheidungsfähigkeiten und trägt langfristig dazu bei, den Abhängigkeitskreislauf zu durchbrechen.
Psychologische Unterstützung im Kampf gegen Drogenabhängigkeit zu suchen, ist ein starker und wissenschaftlich fundierter Schritt zum Schutz der Zukunft des Einzelnen.

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