Was Ist Glücksspielsucht? Psychologische Auswirkungen und der Behandlungsprozess

Was Ist Glücksspielsucht? Psychologische Auswirkungen und der Behandlungsprozess

Glücksspielsucht ist eine psychologisch bedingte Verhaltenssucht, die entsteht, wenn eine Person die Kontrolle über ihr Spielverhalten verliert und professionelle Unterstützung benötigt.

Glücksspielsucht ist eine Verhaltenssucht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Person ihr Glücksspielverhalten nicht kontrollieren kann und dieses trotz negativer sozialer, wirtschaftlicher und psychischer Folgen fortsetzt. Was zunächst als Unterhaltung, Nervenkitzel oder Bewältigungsstrategie für Stress erscheint, kann mit der Zeit eine zentrale Rolle im Leben einnehmen und sich zu einem Abhängigkeitskreislauf entwickeln.


Glücksspielsucht beschränkt sich nicht nur auf finanzielle Verluste. Psychologisch treten häufig intensive Schuld- und Schamgefühle, Angst, depressive Verstimmungen, Gefühle von Wertlosigkeit sowie Probleme mit der Impulskontrolle und Aggression auf. In spielabstinenten Phasen können Unruhe, Anspannung und eine starke gedankliche Fixierung auf das Glücksspiel entstehen. Dies vertieft die psychologische Dimension der Abhängigkeit.


Wie Beeinflusst Glücksspielsucht das Leben Einer Person?

Glücksspielsucht wirkt sich oft unbemerkt auf viele Lebensbereiche aus. Mit der Zeit kann das Glücksspiel alltägliche Verpflichtungen verdrängen, was zu erheblichen Problemen im Berufs-, Schul- und Familienleben führt. Soziale Beziehungen schwächen sich ab, Betroffene ziehen sich zurück und entwickeln häufig ein Gefühl der Isolation.


Mit zunehmenden finanziellen Verlusten steigen Stress- und Angstniveaus. Dies untergräbt das Selbstvertrauen und verstärkt Gefühle der Hoffnungslosigkeit. Ab einem bestimmten Punkt ist Glücksspiel keine lustvolle Aktivität mehr, sondern wird zur wichtigsten Strategie, um mit negativen Emotionen umzugehen.


Familiäre Beziehungen sind in diesem Prozess stark belastet. Vertrauensverlust, Kommunikationsprobleme und Konflikte treten häufig auf. In diesem Sinne ist Glücksspielsucht nicht nur ein individuelles Problem, sondern ein psychologischer Prozess, der das gesamte Familiensystem betrifft.


Warum Entsteht Glücksspielsucht?

Glücksspielsucht entwickelt sich nicht aus einer einzigen Ursache. Impulsivität, Risikobereitschaft, Schwierigkeiten im Umgang mit Stress, emotionale Leere, geringes Selbstwertgefühl, frühere traumatische Erfahrungen und hohe Angstniveaus können zur Entstehung der Abhängigkeit beitragen.


Aus psychologischer Sicht kann Glücksspiel für manche Menschen eine kurzfristige Entlastung, ein Gefühl von Kontrolle oder eine Form der Flucht darstellen. Diese kurzfristige Erleichterung geht jedoch allmählich in einen intensiveren Abhängigkeitskreislauf über. Prozesse im Belohnungssystem des Gehirns können das Glücksspielverhalten verstärken und aufrechterhalten.


Psychologische Unterstützung und Der Ansatz des Psychologen bei Glücksspielsucht

Glücksspielsucht ist eine psychische Erkrankung, die professionelle psychologische Unterstützung erfordert. Psychologen betrachten diesen Prozess ganzheitlich, unter Berücksichtigung der Lebensgeschichte, emotionaler Bedürfnisse, Denkmuster und Bewältigungsstrategien der betroffenen Person.


Im therapeutischen Prozess hört der Therapeut ohne zu urteilen oder zu beschuldigen zu. Ziel ist es, die psychologischen Bedürfnisse hinter dem Glücksspielverhalten, auslösende Emotionen und kognitive Verzerrungen zu erkennen. Das Verständnis des eigenen Verhaltenskreislaufs bildet die Grundlage für Veränderung.


Die psychologische Unterstützung konzentriert sich auf:

- Entwicklung von Impulskontrollfähigkeiten

- Stress- und Angstbewältigung

- Förderung emotionaler Achtsamkeit

- Aufbau gesunder Bewältigungsstrategien

- Stärkung von Selbstwertgefühl und Selbstachtung


Vertraulichkeit und Vertrauen im Therapieprozess

Vertraulichkeit ist ein grundlegendes Prinzip der Psychotherapie. Informationen, die der Klient dem Therapeuten anvertraut, werden im Rahmen ethischer und beruflicher Standards geschützt. Diese Vertrauensbasis ermöglicht eine offene und ehrliche Teilnahme am Therapieprozess.


Bei Bedarf können Familienangehörige in den Therapieprozess einbezogen werden. Dies erfolgt jedoch auf Grundlage der Zustimmung des Klienten und der therapeutischen Erfordernisse. Ziel ist es, den Heilungsprozess in einem unterstützenden Umfeld zu ermöglichen.


Die Rolle von Familie und Nahestehenden im Behandlungsprozess

Glücksspielsucht ist auch für Familienangehörige emotional belastend. Der Verzicht auf verurteilende und beschuldigende Haltungen, das Erlernen klarer Grenzen und eine unterstützende Einstellung wirken sich positiv auf den Therapieverlauf aus.


In Gesprächen mit der Familie stehen gesunde Kommunikation, der Wiederaufbau von Vertrauen und das Erkennen von Verhaltensweisen, die den Abhängigkeitskreislauf aufrechterhalten, im Mittelpunkt.


Die Bedeutung Professioneller Psychologischer Unterstützung

Glücksspielsucht ist eine Situation, die Betroffene oft nicht allein kontrollieren können. Frühzeitige professionelle psychologische Unterstützung kann das Fortschreiten der Abhängigkeit verhindern und dazu beitragen, die Lebensqualität wiederzuerlangen.


Psychologische Unterstützung zielt nicht nur darauf ab, das Glücksspielverhalten zu beenden, sondern auch darauf, die Beziehung der Person zum Leben neu zu gestalten. Professionelle Hilfe im Kampf gegen Glücksspielsucht zu suchen, ist ein starker und bewusster Schritt in Richtung gesunder Veränderung.

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Was Ist Glücksspielsucht? Psychologische Auswirkungen und der Behandlungsprozess | Klinische Psychologin Beril Ramazanoğlu